In den letzten Wochen war bei Puente viel los. Im Dienste der Umwelt haben wir aufgrund der starken Waldbrände im Amazonas Regenwald, unteranderem auch in Teilen Perus, Bäume gepflanzt. Auch in den Unterrichtsstunden wurde das Thema Umwelt umfassend thematisiert. Auch hier macht sich der Klimawandel in den letzten Jahren immer stärker bemerkbar. Das Klima an der Küste von Peru ist normalerweise sehr trocken. Regnen tut es eigentlich fast nie. Doch in den letzen Jahren kommt es immer häufiger zu starken Regenfällen. Außerdem lassen die sommerlichen Temperaturen immer länger auf sich warten. Denn Menschen hier wird also auch immer klarer, dass etwas getan werden muss. Das größte Problem, wie auch in vielen anderen Teilen dieser Welt, ist der Plastikverbrauch und das mangelhafte Entsorgungssystem. Mülltrennung gibt es kaum, jeglicher Müll wird einfach irgendwo abgeladen. So entstehen in vielen Teilen der Stadt riesige Müllberge. Um ein Statement zu setzen, haben wir beschlossen in der nächsten Woche mit den Kindern bei „Puente“ Jutebeutel zu bemalen. Im Moment wird hier noch, besonders auf den Märkten, alles in dünnen Plastikbeuteln ausgegeben. Langsam aber sicher setzt sich das Umweltbewusstsein aber auch hier durch. Die „Panaderia“ („Bäckerei“), um die Ecke hat vor kurzem eingeführt, seine eigenen Brötchenbeutel mitzubringen. Eine Andere gibt ihre Brötchen ausschließlich in Papiertüten aus. Auch Strohhalme gibt es hier kaum. Größtenteils haben die Kinder bei „Puente“ dem Thema viel Interesse und Engagement entgegen gebracht. Besonders die Älteren Kindern haben beim Einpflanzen der Bäume begeistert mitgearbeitet. Mir ist natürlich bewusst, dass das alles nur kleine Schritte sind. Doch es geht ja schließlich auch darum, auf das Thema aufmerksam zu machen! Schließlich ist es genau diese junge Generation, die es in die Hand nehmen und Veränderung schaffen muss!



