Am Samstag den 08. September startete unser erster Wochenendtrip nach Mancora, einem beliebten Badeort in der Region Piura an der nordwestlichen Küste von Peru. Besonders in den Wintermonaten, aufgrund der angenehmen Temperaturen von ca. 25 Grad, kommen viele Leute um die Sonne zu genießen. Nach einem langen Tag bei Puente haben wir am späten Nachmittag noch schnell unsere Rucksäcke gepackt und uns etwas Proviant für die Fahrt besorgt. Um 20:30 Uhr brachte uns Louis, der Fahrer von Puente, zum Bus. Natürlich haben wir gleich das günstigste Busunternehmen gebucht und hatten schon Sorge, dass es gar nicht existiert. Denn kein Peruaner kannte dieses Busunternehmen. Auch aufgrund des ungewöhnlich günstigen Preises, für die 9 Stunden Nachtfahrt, waren wir misstrauisch. Doch zu unserem Glück existiert das Unternehmen und mit ca einer Stunde Verspätung ging es dann tatsächlich los.Trotz Allem war die Fahrt sehr angenehm. Die Sitze in den Reisebussen sind doppelt so breit und lassen sich sehr weit nach hinten stellen. Also konnten wir tatsächlich schlafen. Um sechs Uhr morgens wurde ich von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Der Blick aus dem Fenster überraschte mich erneut. Die Umgebung ähnelte einer Wüste. Dabei wurde mir erneut klar, welche unterschiedlichen Klimazonen Peru zu bieten hat. Im Hostel angekommen wurden wir von der Besitzerin sehr freundlich begrüßt. Das Hostel war ein kleines Paradies. Die Kokosnusspalmen, Hängematten, und Traumfänger luden sehr zur Entspannung ein. Anschließend haben wir uns den Morgen mit einem leckeren Waffel und Obstfrühstück am Strand, versüßt. Nachmittags war dann Entspannung am Meer angesagt. Zum strahlenden Sonnenschein hatten wir, dank dem starken Wind, die perfekten Wellen, jedoch den Sand am Ende überall:D Abends haben wir uns mit dem Mototaxi auf den Weg zu einem Restaurant gemacht, dass uns Nenita empfohlen hat, um einmal richtig frischen Fisch zu essen. Den lieben wir zum Glück nämlich alle. Obwohl die Peruaner im Alltag tatsächlich viel mehr Hühnchen als Fisch essen. „Pollo con Arroz“ (Hühnchen mit Reis) ist hier das Hauptessen. Die holprige Fahrt im Mototaxi war sehr abendteuerlich und bereitete uns bei den tiefen Schlaglöchern zu 4 auf ca. 2 Quadratmetern wackliger Sitzfläche sehr viel Freude;D Am Abend wurden wir dann im Hostelzimmer noch von einem Geko an der Wand überrascht. Vor allem auch von vielen Mücken, an die wir uns dank der Stiche, noch Tage danach sehr gut erinnert haben. Am nächsten Morgen haben wird uns schon früh auf den Weg gemacht. Auf dem Programm stand Wale-Watching und mit Schildkröten schwimmen. Wir wurden von einem kleinen Bus zu einem ebenfalls ehr kleinen Fischerhafen gebracht. Von dort aus ging es dann mit einem Motorboot und ca. 20 Peruanern raus aufs Meer. Tatsächlich waren wir die einzigen Europäer in der Reisegruppe. In der Hoffnung auf Wale („Ballenas“), auf der Durchreise zu treffen. Glücklicherweise wurden wir auch nicht enttäuscht. Das Gefühl plötzlich nur noch einige Meter von den Ozeangiganten entfernt zu sein, war einzigartig. Auf dem Boot herrschte in dieser Zeit Stille, alle waren wie ergriffen. Erst als wir uns auf den Weg zu den Schildkröten („Tortugas“) gemacht haben, stellte sich langsam wieder Reden ein. Auf dem weg sind wir dann noch einigen Pelikanen und Seelöwen begegnet. Auch das Schwimmen mit den Schildkröten werde ich so schnell nicht vergessen. Obwohl ich es auch als etwas unheimlich empfunden habe mit riesigen Schildkröten auf dem offenen Meer zu schwimmen. Besonders weil die Schildkröten alles andere als Abstand gehalten haben. Ein richtiger Gänsehautmoment, der allerdings auch von den frischen Temperaturen an einem Morgen ohne Sonne unterstützt wurde. Doch das war mir in diesem Moment egal! Nachmittags sind wir zum Abschluss zum zum Leuchtturm gelaufen. Der Berg am Stadtrand bietet einen einmaligen Ausblick auf das Meer und die Häuser. Den Sonnenuntergang sollte man von dort aus unbedingt gesehen haben! Um neun Uhr am Abend sind wir dann in unseren Nachtbus eingestiegen. Dieser war sogar noch bequemer als der erste. Allerdings haben wir für diesen auch mehr bezahlt. Am Morgen sind Henri und Ich dann gleich in den nächsten Bus, der uns an die Arbeit nach Santo Toribio brachte, gestiegen. Zwar waren wir etwas müde, doch den Schlaf haben wir schnell nachgeholt. Die Erlebnisse des Urlaubs bleiben für immer. Insgesamt ein gelungener Trip, der uns wieder neue Energie und Inspiration für die Arbeit mit den Kindern gebracht hat.








